Wenn dein Kopf weiß, dass du sicher bist. Aber dein System trotzdem Alarm schlägt.
Angst kann unglaublich überzeugend sein – selbst dann, wenn du rational längst weißt, dass gerade keine unmittelbare Gefahr besteht.
Vielleicht vermeidest du Situationen, planst dein Leben zunehmend um die Angst herum oder bist schon angespannt, bevor überhaupt etwas passiert. Genau hier kann es sinnvoll sein, nicht nur darüber zu sprechen, was du denkst – sondern genauer hinzuschauen, was du innerlich erlebst und wie dein System darauf reagiert.
Das Vorgespräch dient Anamnese, Zielklärung und der Einschätzung, ob meine Arbeitsweise zu deinem Anliegen passen könnte. Es ist noch keine Hypnosetherapie-Sitzung.
Angst wird nicht dadurch weniger real, dass sie rational schwer erklärbar ist.
Vielleicht kennst du den Satz: „Ich weiß doch eigentlich, dass nichts passieren kann.“ Und trotzdem reagiert dein Körper, als wäre genau das Gegenteil der Fall.
Das kann frustrierend sein. Besonders dann, wenn du schon sehr viel verstanden, darüber gesprochen oder versucht hast, dich einfach zusammenzureißen.
Für mich ist genau dieser Unterschied interessant: Was weiß dein Verstand – und was passiert gleichzeitig in deinem inneren Erleben?
Entscheidend ist nicht, ob die Reaktion von außen vernünftig aussieht. Entscheidend ist, wie sehr sie dich tatsächlich einschränkt.
Nicht jede Angst sieht aus wie Panik.
Manche Ängste sind sehr konkret. Andere zeigen sich eher als Anspannung, Erwartungsangst, Kontrollbedürfnis oder zunehmende Vermeidung. Die folgenden Beispiele sind keine Diagnosen, sondern typische Bereiche, in denen Menschen Angst erleben können.
Situative Ängste
Zum Beispiel Fliegen, Höhe, enge Räume, Autofahren oder bestimmte Orte.
Soziale Ängste
Angst vor Bewertung, Aufmerksamkeit, Ablehnung oder bestimmten Begegnungen.
Prüfungs- & Leistungsangst
Wenn der Druck bereits vor einer Prüfung, einem Gespräch oder einer Leistungssituation beginnt.
Panikartige Reaktionen
Plötzlich starke körperliche und emotionale Alarmreaktionen, die sehr bedrohlich wirken können.
Erwartungsangst
Nicht erst die Situation selbst, sondern bereits die Vorstellung davon löst starke Anspannung aus.
Angst vor Kontrollverlust
Die Sorge, die eigene Reaktion, den Körper oder die Situation nicht kontrollieren zu können.
Vermeidung kann kurzfristig entlasten. Und trotzdem langfristig immer mehr Raum bekommen.
Wenn etwas Angst auslöst, ist Vermeidung zunächst verständlich. Wer eine unangenehme Reaktion nicht erleben möchte, versucht ihr aus dem Weg zu gehen.
Das kann kurzfristig erleichtern. Gleichzeitig kann dadurch die Erfahrung fehlen, mit der Situation anders umgehen zu können.
So kann sich bei manchen Menschen ein Kreislauf entwickeln, in dem nicht nur die ursprüngliche Situation, sondern irgendwann bereits die Angst vor der nächsten Angst zum Problem wird.
Etwas zu verstehen ist nicht immer dasselbe, wie es innerlich anders zu erleben.
Viele Menschen, die wegen Ängsten zu mir kommen, können ihr Thema bereits sehr gut erklären.
Sie wissen, was rational sinnvoll wäre. Und trotzdem setzt in bestimmten Momenten eine automatische Reaktion ein.
Genau deshalb interessiert mich neben Gedanken und Bewertungen auch der Zustand, in dem diese Reaktion auftritt: Was wird innerlich wahrgenommen? Welche Bedeutung bekommt die Situation? Welche Gefühle, Bilder, Erwartungen oder inneren Anteile werden aktiviert?
Nicht nur fragen: „Warum habe ich Angst?“
Hypnose ist bei mir kein Trick gegen Angst.
Ich nutze Hypnose als einen möglichen Zugang zu innerem Erleben, Aufmerksamkeit und emotionalen Zuständen.
Dabei arbeite ich nicht nach einem festen Skript, das für jede Angst gleich aussieht. Je nach Anliegen können unterschiedliche Elemente meiner Arbeitsweise eine Rolle spielen.
Dazu gehören unter anderem Hypnose und Trance, Regression, Arbeit mit inneren Anteilen, Innerer-Kind-Arbeit und – wenn es therapeutisch passt – Vergebungsarbeit.
Ziel ist nicht, eine vermeintlich „eine Ursache“ finden zu müssen. Es geht vielmehr darum, relevante innere Dynamiken besser zu verstehen und therapeutisch damit zu arbeiten.
Mögliche Bausteine meiner Arbeit
Klaus Schütz
Heilpraktiker für Psychotherapie
Hypnotherapeut & Ausbilder
Frankfurt am Main
Tief arbeiten. Klar bleiben. Menschlich begleiten.
Ich möchte nicht, dass du dich in einer Sitzung einer Methode ausgeliefert fühlst. Hypnosetherapie ist für mich Zusammenarbeit.
Du sollst verstehen können, was wir tun, Fragen stellen dürfen und jederzeit sagen können, wenn etwas für dich nicht stimmig ist.
Gleichzeitig nehme ich Angst ernst – auch wenn sie für Außenstehende vielleicht schwer nachvollziehbar wirkt.
Nicht jedes körperliche Symptom sollte automatisch als Angst eingeordnet werden.
Beschwerden wie starke Atemnot, Brustschmerz, ausgeprägter Schwindel, Herzrasen oder andere neue beziehungsweise medizinisch unklare Symptome können unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn solche Beschwerden neu auftreten, ungewöhnlich stark sind oder medizinisch noch nicht abgeklärt wurden, kann eine ärztliche Abklärung vor oder begleitend zu einer psychotherapeutischen Behandlung sinnvoll beziehungsweise erforderlich sein.
Bei einem akuten medizinischen Notfall oder akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ist meine Praxis nicht der richtige Notfallweg. Wende dich in solchen Situationen unmittelbar an geeignete medizinische beziehungsweise psychiatrische Notfallversorgung.