Wenn Schmerz bleibt. Und irgendwann nicht mehr nur weh tut, sondern dein Leben organisiert.
Schmerz kann bestimmen, wie du dich bewegst, was du planst, worauf du verzichtest und wie viel Kraft am Ende eines Tages noch übrig bleibt.
Besonders bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen geht es irgendwann nicht mehr ausschließlich um die körperliche Empfindung. Erwartung. Anspannung. Schlaf. Aufmerksamkeit. Angst vor Belastung. frühere Erfahrungen und das ständige Beobachten des Körpers können Teil des gesamten Schmerzerlebens werden.
Meine Arbeit ist psychotherapeutisch ausgerichtet und ersetzt keine ärztliche Schmerzdiagnostik oder medizinische Behandlung. Körperliche Ursachen und Veränderungen gehören medizinisch abgeklärt.
Schmerz betrifft nicht nur die Stelle, an der es weh tut.
Wenn Schmerzen über längere Zeit bestehen, verändern sie häufig den gesamten Alltag.
Du schläfst anders. Bewegst dich anders. Planst anders. Beobachtest deinen Körper genauer. Vielleicht fragst du dich morgens bereits: „Wie wird es heute?“
Irgendwann besteht die Belastung deshalb nicht mehr ausschließlich aus dem Schmerz selbst.
Auch die ständige Erwartung, das Kämpfen, die Erschöpfung und das Gefühl, dem eigenen Körper ausgeliefert zu sein, können enorm viel Kraft kosten.
Mich interessiert, wie Schmerz, Aufmerksamkeit, Schutz, Erfahrungen, emotionale Zustände und dein heutiger Alltag miteinander verbunden sind.
Irgendwann geht es um viel mehr als eine Zahl auf einer Schmerzskala.
Chronische Schmerzbelastung kann viele Lebensbereiche beeinflussen. Nicht jeder Mensch erlebt dieselben Folgen – aber häufig entsteht ein komplexes Zusammenspiel aus körperlicher Belastung, Emotion, Erwartung und Schutzverhalten.
Energie
Ständiger Schmerz und dauerhafte Anspannung können unglaublich viel Kraft kosten.
Schlaf
Schmerzen können Ein- und Durchschlafen erschweren – und schlechter Schlaf wiederum die Belastbarkeit beeinflussen.
Bewegung
Aus verständlichem Schutz kann die Sorge entstehen, bestimmte Bewegungen überhaupt noch auszuprobieren.
Stimmung
Frust, Hilflosigkeit, Angst, Traurigkeit oder Wut können Teil der Belastung werden.
Aufmerksamkeit
Der Körper wird immer genauer beobachtet, weil jedes Signal wichtig erscheinen kann.
Freiheit
Entscheidungen werden zunehmend danach getroffen, was mit dem Schmerz vermeintlich noch möglich ist.
Auch ein Schmerzsystem kann lernen.
Das passt sehr genau zu meinem therapeutischen Arbeitsmodell.
Wenn ein Mensch immer wieder Schmerzen erlebt, macht sein System auch damit Erfahrungen.
Bestimmte Bewegungen, Orte, Situationen oder Körperempfindungen können irgendwann mit Schmerz, Gefahr oder Schutz verbunden werden.
Das bedeutet nicht, dass Schmerz „nur gelernt“ oder eingebildet ist.
Es bedeutet: Lernen kann Teil eines realen Schmerzerlebens werden.
Schmerz kann einen Kreislauf entwickeln, in dem immer mehr um ihn herum passiert.
Das ist kein universeller Ablauf. Aber gerade bei länger bestehenden Schmerzen können sich Schmerz, Erwartung, Aufmerksamkeit, Anspannung und Einschränkung gegenseitig beeinflussen.
Schmerz
Ein körperliches Signal wird wahrgenommen.
Alarm
„Nicht schon wieder.“ „Da stimmt etwas nicht.“ „Das wird schlimmer.“
Anspannung
Das gesamte System geht stärker in Schutz und Wachsamkeit.
Einschränkung
Bewegungen, Aktivitäten oder Situationen werden zunehmend vermieden.
Mehr Aufmerksamkeit
Der Schmerz bekommt immer mehr Bedeutung und Raum.
Dein System erinnert sich an Erfahrungen. Auch wenn die Situation von heute eine andere ist.
Schmerz ist ein besonders gutes Beispiel dafür, dass Lernen nicht nur aus Gedanken besteht. Auch Bewegung, Körpergefühl, Anspannung, Angst, Erwartung und Schutz können Teil einer Erfahrung werden.
Schmerz hatte einen Zusammenhang. Und dein System hat daraus gelernt.
Vielleicht gab es eine Verletzung. Eine Operation. Eine Erkrankung. Eine Phase, in der bestimmte Bewegungen tatsächlich problematisch waren.
Vielleicht war Schonung wichtig. Anspannung sinnvoll. Vorsicht notwendig.
Dein System lernt: „Das tut weh.“ „Das ist gefährlich.“ „Hier muss ich schützen.“
Die heutige Situation kann sich verändert haben. Das gelernte Muster verändert sich nicht automatisch mit.
Vielleicht gibt es heute andere körperliche Möglichkeiten. Andere Belastbarkeit. Andere medizinische Befunde. Mehr Wissen. Mehr Erfahrung.
Wird jedoch ein bekanntes Signal aktiviert, kann dein System erneut Schutz, Spannung und Erwartung hochfahren.
Dein Verstand sagt vielleicht: „Heute darf ich das.“ Und etwas in dir reagiert trotzdem: „Vorsicht.“
Ich hypnotisiere keinen Schmerz einfach weg.
Genau das wäre nicht mein Verständnis dieser Arbeit.
Hypnose kann einen fokussierten Zugang zu Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, Erwartung, emotionalen Zuständen, Bildern und gelernten Reaktionen ermöglichen.
Mich interessiert dabei: Was passiert, wenn du Schmerz erwartest? Was verändert sich im Körper? Welche Angst oder Bedeutung ist damit verbunden? Gibt es frühere Erfahrungen, die das heutige Reaktionsmuster prägen? Welche Schutzreaktion springt automatisch an?
Und vor allem: Was weiß und kann dein heutiges System, was in dem Zustand bisher noch nicht verfügbar ist?
Mögliche Bausteine meiner Arbeit
Klaus Schütz
Heilpraktiker für Psychotherapie
Hypnotherapeut & Ausbilder
Frankfurt am Main
Wenn du Schmerzen hast, werde ich dir nicht erklären, sie seien „nur in deinem Kopf“.
Schmerz wird real erlebt. Punkt.
Gleichzeitig weiß jeder Mensch, dass Schmerz nicht in jeder Situation exakt gleich erlebt wird.
Stress kann etwas verändern. Angst kann etwas verändern. Sicherheit kann etwas verändern. Aufmerksamkeit kann etwas verändern. Schlaf kann etwas verändern.
Genau deshalb finde ich es sinnvoll, neben der medizinischen Ebene auch zu betrachten, wie dein gesamtes System mit Schmerz umgeht.
Körperliche Schmerzen brauchen eine medizinische Einordnung.
Meine Tätigkeit als Heilpraktiker für Psychotherapie ist psychotherapeutisch ausgerichtet. Ich diagnostiziere und behandle keine körperlichen Erkrankungen oder Verletzungen.
Bestehende, wiederkehrende oder chronische Schmerzen sollten deshalb ärztlich beziehungsweise fachärztlich abgeklärt und medizinisch begleitet werden.
Besonders bei neu auftretenden, deutlich veränderten, ungewöhnlich starken oder medizinisch bislang ungeklärten Schmerzen gehört die körperliche Abklärung an erste Stelle.
Das gilt insbesondere bei zusätzlichen Symptomen wie Lähmungserscheinungen, ausgeprägten Gefühlsstörungen, Bewusstseinsstörungen, starker Atemnot, Brustschmerzen oder anderen akuten Beschwerden, die medizinische Ursachen haben können.
Meine psychotherapeutische Arbeit kann sich auf den Umgang mit chronischer Schmerzbelastung, emotionalen Reaktionen, Stress, erlernten Schutzmustern und dem subjektiven Schmerzerleben beziehen.
Medikamente oder ärztlich angeordnete Behandlungen sollten nicht eigenmächtig verändert oder beendet werden.